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Selektive Anpassungen

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Vorher Nachher

Abwedeln und Nachbelichten waren die in der Dunkelkammer am einfachsten verfügbaren und am häufigsten eingesetzten Techniken zur selektiven Anpassung der Tonwerte im gesamten Bild. Diese Techniken erforderten häufig die Verwendung von Pappkartons, Papierschachteln oder sogar die Hand des Fotografen, um bestimmten Bildteilen selektiv Licht hinzuzufügen oder daraus zu entfernen. Aufgrund der verfügbaren Tools ließ das Abwedeln oder Nachbelichten keine sehr präzise Steuerung zu. Bereiche blieben entweder zu hell oder zu dunkel, oder deutliche Stellen, die das Abwedeln oder Nachbelichten verrieten, waren im fertigen Druck sichtbar. Silver Efex Pro 2 bietet nicht nur eine unglaublich präzise selektive Anpassung der Tonwerte, sondern auch des Kontrasts und der Details. Durch die Kombination der präziseren Steuerelemente und der in größerer Anzahl verfügbaren Optionen eröffnen sich in Silver Efex Pro 2 sehr viel mehr Möglichkeiten als in der Dunkelkammer jemals bestanden.

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Vorher

In diesem Bild erzeugt die Standardkonvertierung ein Bild, das zu flach ist und in dem die Bäume auf der Rückseite hell sind und die Aufmerksamkeit des Brautpaares ablenken. Mithilfe von Kontrollpunkten kann die Aufmerksamkeit zurück auf die Braut und den Bräutigam gelenkt und eine tolle Stimmung erzeugt werden.

Fügen Sie mit den "Globalen Anpassungen" etwas Kontrast hinzu und passen Sie so die Helligkeit im gesamten Bild leicht an. Dazu wird zunächst der Schieberegler "Dynamische Helligkeit" eingesetzt, um das gesamte Bild abzudunkeln. Die Spitzlichter bleiben jedoch im gesamten Bild erhalten. Danach werden die Schieberegler "Weiß verstärken" und "Schwarz verstärken" auf ungefähr 50 % erhöht, um im gesamten Bild mehr Weiß und mehr Schwarz herauszuarbeiten. Zuletzt wird in geringem Umfang Struktur auf das Bild angewendet, um dem gesamten Bild Textur und Detail hinzuzufügen.

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Sobald die gewünschten allgemeine Kontrast- und Tonwertebenen erzielt wurden, kann mit der Verwendung von selektiven Steuerelementen begonnen werden. Über diese wird das Licht im gesamten Bild ausgeglichen und die Aufmerksamkeit auf die Personen gelenkt. Zunächst wird ein Kontrollpunkt zum Arm der Braut hinzugefügt. Dann wird die Haut über den Schieberegler "Helligkeit" aufgehellt. Gleichzeitig wird der Schieberegler "Struktur" dazu verwendet, Textur aus dem Armbereich zu entfernen und so die Haut etwas weicher erscheinen zu lassen.

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Danach wird der Kontrollpunkt auf dem Arm der Braut dupliziert und auf das Gesicht des Bräutigams platziert. Dazu wird der Kontrollpunkt auf dem Arm der Braut markiert und im Abschnitt "Selektive Anpassungen" auf die Schaltfläche "Duplizieren" geklickt. Ein weiterer duplizierter Kontrollpunkt wird dann auch auf das Gesicht der Braut gesetzt. Alle drei Kontrollpunkte werden danach zu einer Gruppe zusammengefügt. Dazu werden die Kontrollpunkte ausgewählt und im Abschnitt "Selektive Anpassungen" über die Schaltfläche "Gruppieren" zusammengeführt.

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Nachdem die gewünschten Tonwerte für die Haut erzielt wurden, werden nun die Tonwerte der Bäume im gesamten Bild angepasst. Dazu wird zunächst ein Kontrollpunkt zum Baum links vom Bräutigam hinzugefügt. Die Schieberegler "Helligkeit", "Kontrast" und "Struktur" dieses Kontrollpunktes werden dann nach links gezogen, um den Baum abzudunkeln und den Kontrast zu reduzieren. Dies trägt dazu bei, dass die Aufmerksamkeit vom Baum weg hin zu Braut und Bräutigam gelenkt wird. Dann wird der Kontrollpunkt auf dem Baum mehrfach dupliziert und die neuen Kontrollpunkte werden auf weitere Bäume in dieser Szene gesetzt, um sie auszuwählen und ihre Helligkeit und den Kontrast zu vermindern.

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Mithilfe des Tools "Zonenleiste" unter der Lupe oder dem Histogramm lässt sich erkennen, dass das Kleid aktuell in die Zone 8 fällt und somit nicht hell genug ist. Das Hinzufügen einiger zusätzlicher Kontrollpunkte auf das Kleid und die Erhöhung der Helligkeit und Struktur trägt dazu bei, dass nun einige Teile des Kleides in die Zone 9 fallen. Dadurch wird sichergestellt, dass immer noch Details in den hellsten Teilen des Kleides erhalten bleiben, aber auch, dass das Kleid unter die Spitzlichter des Bildes fällt. Indem sichergestellt wird, dass das Kleid einer der hellsten Teile im Bild ist, wird das Auge des Betrachters direkt auf das Kleid gelenkt und anschließend auf Braut und Bräutigam.

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Bild von Benjaminrobyn Jespersen auf Unsplash

 
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